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LIMIT SKILLS Blog zum Buch

Im Interview: Hazel Brugger

Zusatzmaterial Kapitel 2 von LIMIT SKILLS. Die eigenen Grenzen respektieren, testen, überwinden (Motivations-Bullshit vs. Grenzkompetenz. Warum wir uns von manch populärem Motivationsspruch distanzieren sollte)

Hazel Brugger (*1993 in San Diego) ist eine Schweizer Moderatorin, Reporterin und Comedienne. Mit 17 Jahren fing sie an, bei Poetry Slams aufzutreten, es folgte ein Philosophiestudium, das aber bald darauf abgebrochen wurde. Aktuell ist Brugger eine der erfolgreichsten Comediennes im deutschsprachigen Raum und unter anderem als Aussenreporterin in der zdf heute-show zu sehen.

 

Wie sieht dein Berufsalltag aus?
Ich trinke nach dem Aufwachen einen halben Liter heißes Wasser. Dann koche ich Frühstück oder gehe ans Hotelbuffet, falls ich unterwegs bin. Meistens winde ich mich dann noch eine Stunde lang, lese Zeitung oder wusele im Internet herum. Es fällt mir vormittags schwer, in die Gänge zu kommen, aber wenn ich dann einmal drin bin, rattert es los. Mittags Sport, nachmittags Emails und Schreibarbeit (die aber meist auf die späte Nacht ausgedehnt wird) und gegen 16 Uhr muss ich mich meist auf den Weg zum Auftrittsort machen. Im Auto höre ich Podcasts oder nichts, im Zug lese ich oder schreibe mit Freunden am Handy. Von 20 bis 23 Uhr bin ich dann auf der Bühne, danach esse ich, was ich vor der Show nicht geschafft habe. Zuhause oder im Hotel erledige ich dann, was ich am Nachmittag hätte tun sollen, und telefoniere oder spaziere noch ein wenig, bis ich mich um zwei Uhr ins Bett lege.

Wie entsteht eigentlich dein Programm?
Es ist sehr unterschiedlich, wie schnell sich die einzelnen Teile meiner Programme zusammenstellen, aber meistens ist der Ablauf so: Mir fällt etwas auf, das grundsätzlich lustig sein könnte – ein Kontrast, ein Fakt, ein Muster – und dann versuche ich, das Beobachtete am Schreibtisch oder im Kopf so auszufleischen, dass alle wissen, was ich meine, ohne dass der Witz dahinter sich schon von Weitem anmeldet. Dann gehe ich damit auf die Bühne und schaue, ob es funktioniert. Der Rest ist dann Testen, immer wieder Auftreten, und schauen, wie die Leute reagieren.

Was sind dabei die zentralen Herausforderungen?
Es ist sehr schwierig, die Leute mit Humor auf einen Nenner zu bringen. Man lacht nur über das, was man kennt, und nur, wenn dem Bekannten noch eine neue Sichtweise hinzugefügt wurde. Mein Beruf ist es also, Themen zu finden, die ich selber lustig und spannend finde und über die möglichst viele Leute lachen können – am besten noch solche, über die sonst kein anderer redet. Das erfordert Fingerspitzengefühl und Geduld, und immer wieder Biss aufs Neue. Um besser zu werden muss man tausendmal auftreten, aber nach dem tausendsten Mal hängt einem alles zu den Ohren raus. Das kann, mit der falschen Einstellung, extrem anstrengend sein. Wenn ich nämlich anfange, mich selbst zu langweilen, sehen das die Leute und Langeweile ist das erste Gefühl, das auf der Bühne vermittelt wird. Also versuche ich, mich vor jeder Show in jemanden zu versetzen, der sich seit Wochen auf den Auftritt freut. Schließlich zahlen die Leute ja Geld dafür, eine Abwechslung vom Berufsalltag zu erleben. Da kann ich nicht raushängen lassen, dass genau diese Abwechslung für mich ja gerade Berufsalltag ist.

Du gehst ja ganz gerne laufen. Welche Bedeutung hat der Sport für den Job?
Gerade wenn ich lange auf Tour bin, habe ich tagsüber viele Zeitlücken, in denen ich nichts wirklich Sinnvolles machen kann. Ich bin dann in irgendeiner fremden Stadt, wo ich niemanden kenne, und muss irgendwie die Zeit zwischen Checkout im einen Hotel und Checkin im anderen überbrücken. Dann gehe ich sehr gerne laufen. So kann ich die Umgebung erkunden, den Kopf ein bisschen runterfahren und mein Körper fühlt sich auch einfach besser an. Je  wohler ich mich in meinem Körper fühle und je mehr ich glaube, alle Muskeln kontrollieren zu können, desto fokussierter bin ich auf der Bühne.

Was bedeutet Erfolg für dich?
Erfolg ist, wenn ich etwas schaffe, woran andere sich später mit Freude zurückerinnern. Noch besser ist natürlich, wenn ich mich selber auch noch daran und darüber freue, aber immer kann man das nicht erwarten.

Was waren deine bedeutendsten Erfolge?
Es gibt die, die nach außen strahlen – Preise, Labels, wenn jemand etwas Nettes über einen sagt. Aber am besten finde ich immer, wenn meine besten Freunde mir aufrichtig und ein bisschen überrascht in einem Moment der Ruhe zu etwas gratulieren, an das ich gerade gar nicht richtig denke.

Und, ganz allgemein, wie wird man erfolgreich?
Man muss sein momentanes Bedürfnis, ekstatisch zu sein, unter den längeren Wunsch, immer milde amüsiert sein zu können, stellen. Immer wieder etwas Neues wagen, aber nicht so neu, dass es mit dem Alten nichts zu tun hat. Und dann braucht man noch Glück und Leute, die einem den Erfolg auch gönnen. Ich glaube, viel komplizierter wird es nicht. Leider aber auch nicht viel einfacher.

Wie wichtig ist der Kopf, das Mentale für den Erfolg oder persönliche Spitzenleistung?
Die kurze Antwort ist: Das Mentale ist enorm wichtig. Ich fange aber trotzdem erst langsam damit an, zu begreifen, wie wichtig der Kopf für die Leistung ist. Am besten merkt man, wie sehr der Kopf mitspielt, wenn man im Stau steht und auf dem Navi sieht, wann die geplante Ankunftszeit sein soll. Hat man keinen Termin, ist es egal, ob man zehn Minuten früher oder später ankommt. Muss man allerdings unbedingt pünktlich sein, wird jede Verzögerung zum Krampf und zeigt sich körperlich durch Schweißausbrüche, Herzrasen und Aggression.
Zum Glück für mich habe ich in einem Alter mit dem Auftreten angefangen, wo mir all die Aspekte des Menschseins noch nicht so ganz bewusst waren. Ich habe einfach in den Tag gelebt, bin aufgetreten, hatte Spaß, wenig Stress, und freute mich darüber, dass die Leute auch Spaß hatten. Es gab kein aktives Vertrauen darin, dass es für immer gut weitergehen würde, weil ich gar nicht erst darüber nachdachte. Dann, nach zwei Jahren, war ich weniger nervös und begann, meine Auftritte zu analysieren. Ich versuchte, Muster zu erkennen und einen Stil zu entwickeln. Ich wollte „abliefern“, aber war mir gar nicht genau sicher, welches Produkt es denn überhaupt zu liefern gab. Ich konnte nicht schlafen, arbeitete zu viel, war unglücklich und ungesund. Alles nur, weil ich zu viel und nicht richtig über alles, was ich machte und wollte, nachdachte. Mit den Jahren bin ich wieder ruhiger geworden. Das ist wohl einerseits das Alter, andererseits aber auch die Erfahrung. Und zu einem großen Teil sind es ganz bewusste Fokus-Übungen, die mir helfen, den unwichtigen Lärm im Schädel auszublenden.

Was treibt dich an? Was ist dir wichtig im Leben?
Vieles, was ich mache, ist eine Flucht vor der eigenen Langeweile, gepaart mit einer Neugier darüber, ob es möglich ist, etwas Neues zu machen. Ich dachte mir früher oft: „Wieso gibt es eigentlich kaum lustige Frauen?“, und wollte einen Gegenbeweis liefern. Außerdem möchte ich wahrscheinlich –mehr als mir lieb ist– gemocht werden, und Humor ist dafür eine sehr gute Waffe.
Mittlerweile lege ich sehr viel Wert auf ein menschliches Arbeitsklima. Das heißt: Eigentlich lege ich immer schon viel Wert darauf, nur kann ich es mir erst seit Kurzem leisten, diese Wertvorstellungen auch leben zu wollen. Ich finde es wichtig, dass, besonders im kreativen Bereich, offen geredet werden kann, ohne dass jemand für seine Ideen ausgelacht oder bestraft wird. Das gilt sowohl für den Berufsalltag als auch fürs ganze Leben drum herum. Meine guten Freunde und meine Familie sind mir hierfür am wichtigsten. Ein Ort, wo ich mich nicht verstellen muss, wo nichts Konkretes von mir erwartet wird und man sich gegenseitig alles gönnt.

Wie findest oder setzt du dir Ziele?
Oft werden mittlerweile Ziele in Form von Aufgaben an mich herangetragen. Da ist es umso wichtiger, dass ich auch noch Sachen mache, die niemand von mir verlangt, über die sich aber trotzdem Leute freuen. Mit meinem Kollegen Thomas Spitzer zusammen habe ich zum Beispiel schon zwei Staffeln einer Fernsehsendung in meinem Wohnzimmer gefilmt. Wir dachten uns irgendwann: „Wieso gibt es in Deutschland eigentlich keine geile Latenight-Show, der alles egal ist?“ und dann dachten wir uns: „Naja, dann machen wir sie halt“.

Woher beziehst du deine Energien? Wie tankst du deine Akkus wieder auf?
Ich lese sehr gerne, irgendwie hat das etwas wahnsinnig Entspannendes, nur schon für die Augen ist es angenehm, einfach ein bisschen übers Papier zu fahren. Außerdem versuche ich, jeden Tag zehn bis zwanzig Minuten lang zu meditieren.

Woran merkst du oder andere, dass du in Grenzbereiche vorstößt? Was erlebst du dann?
Wenn ich über meine eigenen Grenzen trete, nehme ich oft ab oder zu, weil ich entweder vergesse zu essen, oder zu viel esse, ohne darüber nachzudenken. Es wird dann zunehmend schwerer, zu benennen, was mich gerade beschäftigt, weil sich alle Baustellen in meinem Leben gleichwertig schrecklich anfühlen.

Wann hast du eine für dich bedeutsame Grenze überwunden oder ganz bewusst respektiert?
Vor zwei Jahren musste ich mich während eines Auftrittes übergeben. Das Publikum glaubte, es gehöre zur Show, und schaute gespannt zu. Ich dachte, ich könnte weitermachen, schließlich hatte ich mir vorher auch schon schlecht gefühlt aber war extra angereist und so wollte ich den Auftritt durchziehen. Die Vorstellung, alle Gäste nach Hause schicken zu müssen und die Veranstalter zu enttäuschen, war mir extrem unangenehm und ich dachte, die erwachsene Art wäre, alles durchzustehen und trotz Magenvirus weiterzumachen. Dann rief eine Frau aus der vierten Reihe „Geh nach Hause, leg dich hin, wir kommen wieder und sind dir nicht böse“, und mir wurde klar, dass die Leute Eintritt gezahlt hatten, um eine gute Show zu sehen, und nicht, damit ich mich für sie quäle. Den Auftritt habe ich mittlerweile nachgeholt und es hat Spaß gemacht. Ich habe jetzt auch weniger Angst davor, was mir auf der Bühne alles passieren könnte, denn wie viel schlimmer, als sich mitten in der Show auf der Bühne zu übergeben, kann es schon werden?

Wann weißt du, ob du an einer Grenze angekommen bist, die du besser nicht überschreitest?
Es klingt immer sehr diffus, aber das Bauchgefühl ist eigentlich recht zuverlässig, wenn man es nicht immer unterdrückt.

Wieviel Mut und Risiko sind gut oder nötig?
Mut ist, wenn bei etwas Dummem etwas Gutes rauskommt. Man riskiert also, dass auch etwas Dummes rauskommen könnte, und die Bilanz wischen Dumm und Gut nennt sich Glück. Wer also Glück haben will, muss es sich leisten können, vielleicht auch nur dumm dazustehen. Und wer will schon nie Glück haben?

Was gibt dir Sicherheit?
Ich habe immer einen Plan B, der viel wichtiger ist als das, was dann effektiv passiert. Ich habe eine Plan B-Karriere, ein Plan B-Programm, bestimmt auch im Hinterkopf ein Plan B-Gesprächsthema für jedes Gespräch. Nur mit einem guten Netz, auf das man zurückfallen kann, kann man kreativ und mit Freude improvisieren.

Wann treten Gefühle von Angst und Nervosität auf? Wie gehst du mit ihnen um?
Angst habe ich immer dann, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich alles in meiner Macht Stehende getan habe, um auf eine Situation vorbereitet zu sein. Meist ist zu starke Nervosität, gerade Nervosität, die einfach so im Alltag auftaucht, losgelöst von einer Herausforderung, ein Zeichen von allgemeiner Unausgeglichenheit und ich versuche, verstärkt auf meine Grundbedürfnisse einzugehen. Mehr Sport, besseres Essen, keine Bildschirme im Schlafzimmer. Es klingt simpel und doof, aber genauso ist es auch.

Welche sonstigen Gefühle und Gedanken treten „wenn’s drauf ankommt“ auf?
Ich schwanke in Stresssituationen oft zwischen „ich kann überhaupt nichts“ und „ich bin allmächtig“. Mittlerweile kenne ich mich aber immer besser und weiß auch, dass die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegt.

Welche Rolle spielen Selbstzweifel?
Selbstzweifel sind gut, wenn sie als Antrieb dienen, mit anderen Leuten über die Zweifel zu reden.

Besonders schwierige oder unerwartete, knifflige Situationen, was fällt dir ein und wie bist du mit ihnen umgegangen?
Die Premiere von meinem letzten Programm war der Horror für mich. Ich war unendlich nervös, konnte vorher eine Woche lang kaum schlafen, aß viel zu wenig und war in Gedanken immer beim Auftritt, aber nie wirklich fokussiert. Wenn mich ein Termin erdrückt, versuche ich mir, das ganze Universum vorzustellen und male mir aus, wie unwichtig ich bin. Ob ich nervös bin oder nicht, ob ich auftrete oder nicht – das alles hat keinerlei Einfluss auf das Geschehen im Kosmos. Also kann ich eigentlich auch gleich damit aufhören, mir solche Sorgen zu machen.

Es läuft nicht immer alles rund im Leben. Was hast du für Beispiele für Niederlagen oder Rückschlägen, welche Auswirkungen hatten sie und wie bist du mit ihnen umgegangen?
Ich war schon öfter an Wettbewerben, wo ich in der ersten Runde rausgeflogen bin. Das ist immer ärgerlich, weil man ja schon mit der Hoffnung hinfährt, auch einen Preis mitzunehmen. Ich glaube, dass ich immer noch zu sehr verdränge, wie sehr mich eine Niederlage wurmt, aber mit gezielten Bewusstseinsübungen lässt sich das eigene Verhältnis zu Erfolg und Misserfolg etwas gesünder gestalten. Ich versuche beispielsweise, manchmal vor dem Schlafengehen aufzuschreiben, welche fünf Dinge oder Personen oder Tätigkeiten ich momentan im Leben zu schätzen weiß.

Welche Erfahrungen hast du mit Verletzungen oder Krankheit? Wie gehst du damit um?
Ich hatte schon öfter eine Mittelohrentzündung und im letzten Jahr war ich fast immer erkältet. Auf den ersten Blick kommt eine Krankheit immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann, auf den zweiten Blick aber auch immer dann, wenn man eine Bettruhe am nötigsten hat.

Hattest du schon mal ein (negatives) Erlebnis/Unfall etc., das deine Haltung zu deinen Job verändert hat oder das dazu geführt hat, dass du seitdem da anders heran gehst?
Ich erlaube mir mittlerweile mehr freie Tage, um zu vermeiden, dass ich schnell krank werde. Richtig traumatische Erlebnisse hatte ich aber noch keine.

Bist du eher Einzelkämpfer oder Teamplayer?
Schon eher Einzelkämpfer, das bedingt der Beruf als Solokünstler natürlich. Vor ein paar Jahren war ich auch wirklich kein guter Teamplayer und wollte nur alleine arbeiten. Mittlerweile freue ich mich aber immer mehr über Gruppenarbeiten und gemeinsame Projekte. Und wenn ich jemandem vertraue und merke, dass ihm oder ihr die richtigen Sachen wichtig sind, dann, werde ich alles tun, um mein Ego für das Team zu geißeln.

Welche Rolle spielen Team, Partner, Familie oder Umfeld?
Sie sind ein wichtiger Spiegel dafür, ob man sich noch in einem „normalen“ Rahmen verhält. Sie können mir sagen, ob die Gedanken, die ich habe, ungesund sind oder dazugehören, und am Ende des Tages sind es immer sie, die ich beeindrucken möchte.

Wie gehen deine Angehörigen mit deinen Grenzerfahrungen/-überschreitungen um?
Ich habe eine sehr entspannte, unglaublich offene und unterstützende Familie. Sie machen sich zwar manchmal Sorgen darüber, ob ich mich überarbeite, aber versuchen nicht, mich künstlich auszubremsen. Meine Freunde sind genauso. Mit vielen habe ich nur sporadisch Kontakt, dann aber richtig, und ohne Vorwürfe über das lange Nichtsehen zuvor. Mir ist in jeder Beziehung wichtig, dass man nicht fürs Sich-Nichtmelden bestraft wird.

Welche Rolle spielen glückliche Fügungen?
Ganz ohne glückliche Fügungen ist ein glückliches Leben nicht möglich, aber wenn jemand immer Glück hat, ist es vielleicht kein Glück, sondern Können.

Wie können wir unsere Leistungen steigern, an die Grenze gehen, diese erweitern oder überwinden, ohne uns früher oder später in Verletzung, Erschöpfung, Burnout oder Tod zu navigieren?
Als ich kurz vor dem Ausbrennen stand, habe ich aufgehört, Kaffee zu trinken. Vorher war ich oft müde und dachte mir dann: „Ach, dann trinke ich halt einen doppelten Espresso“, und das ging auch eine Zeitlang gut. Irgendwann machen sich die ganzen Tricks und Abkürzungen aber bemerkbar und man beginnt, unter ihnen zu leiden. Ich hatte Magenprobleme, konnte nicht einschlafen, und war trotz des vielen Kaffees nie wirklich wach. Also fing ich an, komplett auf Koffein zu verzichten und wieder mehr auf meine innere Uhr zu hören. Seitdem bin ich zwar nicht wacher, aber ich merke schneller, wenn ich müde bin und kann mich weniger gut selber bescheißen. In einer Doku über Amy Winehouse hat mal einer gesagt, das Leben sage dir schon, was du tun müssest, man müsse nur hinhören. Und viel komplizierter wird es wirklich nicht, allerdings muss man für ein gutes Hinhören Phasen der Ruhe einbauen, in denen man sich nicht selbst belügt oder ablenkt wird.

Was hältst du von Slogans wie „Es gibt keine Grenzen“, “Wenn du willst, kannst du alles erreichen“?
Als Fan der Naturwissenschaft muss ich die Aussage, dass es keine Grenzen gibt, natürlich ablehnen. Es ist nicht alles möglich und man kann auch nicht alles erreichen, aber der, der will, erreicht auf jeden Fall mehr, als der, der partout nicht möchte.

Vielen Dank, Hazel!

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Der Speaker, Coach und Bestsellerautor Dr. Michele Ufer ist international gefragter Experte für Sport- und Managementpsychologie und erfolgreicher Ultramarathon-Läufer.

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